Sanierungsfahrplan (iSFP): Wann er sich wirklich lohnt
Fast zwei Drittel der Eigentümer sanieren ohne Sanierungsfahrplan. Dabei entscheidet er bei Dach, Fassade und Fenstern oft über mehrere tausend Euro Förderung. Was der iSFP ist, was er bringt und wann er sich lohnt.
Was ist ein Sanierungsfahrplan?
Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist ein Konzept für Ihr Gebäude. Eine Energieberaterin oder ein Energieberater nimmt den Ist-Zustand auf und zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind – vom Dach über die Fassade bis zur Heizung. Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen, sondern können Schritt für Schritt vorgehen.
Was der iSFP bei der Förderung bringt
Für Maßnahmen an der Gebäudehülle, also Dämmung, Fenster und Türen, zahlt das BAFA einen Zuschuss. Mit Sanierungsfahrplan ändern sich zwei Dinge:
- Die förderfähigen Kosten verdoppeln sich von 30.000 € auf 60.000 € je Wohneinheit.
- Dazu kommt ein Bonus von 5 Prozentpunkten, wenn die Maßnahme im Fahrplan steht.
Was kostet der Fahrplan?
Auch die Energieberatung selbst wird gefördert: Der Bund übernimmt 50 Prozent der Beratungskosten bis zu einer Obergrenze. Der Eigenanteil liegt damit meist deutlich unter dem, was der Fahrplan an zusätzlicher Förderung bringt.
Wann lohnt er sich besonders?
- Sie planen mehrere Maßnahmen an Dach, Fassade oder Fenstern
- Die Kosten liegen voraussichtlich über 30.000 € je Wohneinheit
- Sie wollen über mehrere Jahre sanieren und dabei nichts verbauen
- Sie möchten wissen, welche Reihenfolge technisch und finanziell sinnvoll ist
Geht es nur um eine einzelne, kleinere Maßnahme, kann es auch ohne Fahrplan sinnvoll sein. Das lässt sich im Einzelfall schnell durchrechnen.